11. GFO Intensivpflegetag in der Sportschule: „Passende Räumlichkeiten für unsere Veranstaltung“
Unter dem Motto „Von der Pflege für die Pflege“ fand in der Sportschule Hennef bereits zum elften Mal der jährliche GFO‑Intensivpflegetag der GFO Kliniken Troisdorf statt. Dabei füllten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aula bis auf den letzten Platz und nutzten das vielfältige Programm, um wichtige Impulse und aktuelles Fachwissen aus der Intensivpflege mitzunehmen. Im Interview erläutert Mitja Miesen, Pflegedienstleiter der GFO Kliniken Troisdorf, welche Ziele mit der Tagung verfolgt wurden, welche Schwerpunkte in diesem Jahr besonders im Fokus standen und weshalb die Sportschule Hennef erneut als Veranstaltungsort gewählt wurde.

Mitja Miesen, Pflegedienstleiter der GFO Kliniken Troisdorf.
Sportschule Hennef: Herr Miesen, was ist das Ziel des diesjährigen GFO-Intensivpflegetages?
Miesen: Der GFO-Intensivpflegetag ist ein Tag in der Organisation der Intensivstationen der Krankenhäuser im Verbund der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskaner zu Olpe. Das Ziel ist eine Fachtagung mit einem Fortbildungsangebot für alle Pflegekräfte im Bereich der Intensivpflege.
Sportschule Hennef: Welche Themen stehen für die teilnehmenden Pflegekräfte im Mittelpunkt?
Miesen: Im Mittelpunkt stehen Themen rund um den Bereich der komplexen intensivpflegerischen Versorgung der Patientinnen und Patienten auf unseren Intensivstationen - insbesondere in ihren komplexen Krankheitsbildern. Es steht im Mittelpunkt das Thema Risikomanagement - welche Möglichkeiten wir haben, Patienten sicher unsere Versorgung zu gewährleisten. Es steht genauso im Mittelpunkt, wie wir als Team miteinander arbeiten, interagieren, wie wir miteinander kommunizieren, um dort gute Teamkulturen sicherzustellen. Und schlussendlich ist der Blick auf die Ethik für uns ein wichtiger Aspekt, weil wir dort den Patientinnen und Patienten, aber auch die Angehörigen mit in den Fokus nehmen und selbstverständlich auch unsere eigene Berufsgruppe mit im Blick haben: Ethisches Verhalten und ethisches Handeln im Umgang mit unseren Kolleginnen und Kollegen.
Sportschule Hennef: Welche Herausforderungen aus dem Bereich der Intensivpflege greifen Sie in Workshops oder Vorträgen ganz konkret auf?
Miesen: Die Intensivpflege ist genauso wie die Intensivmedizin einem stetigen Wandel unterlegen. Es gibt immer wieder schnelle, neuere Erkenntnisse und auch die Pflegewissenschaft hat hier ihren großen Beitrag, indem sie immer aktuelle Themen erforscht. Hier ist der Intensivpflegetag ein wichtiges Instrument, um diese Erkenntnisse weiterzugeben. Nicht nur die pflegewissenschaftlichen Erkenntnisse sind einem stetigen Wandel unterworfen, sondern auch die technische Innovation. Ein wichtiger Teil ist unsere begleitende Industrieausstellung, wo wir uns über neue technische Entwicklungen informieren und beraten können.

Waschbärin Henni Sieger sorgte für gute Laune.
Sportschule Hennef: Wie profitieren die Patientinnen langfristig von den Fortbildungsmaßnahmen?
Miesen: Wichtig ist, dass unsere Patientinnen und Patienten immer auf dem Stand einer möglichst höchsten Qualität versorgt werden. Und diese höchste Qualität bedarf natürlich, dass unsere Mitarbeitenden in der Intensivpflege immer auf einem wissenschaftlich aktuellen Stand sind. Fortbildungsformate in dieser Form tragen dazu bei, dass unsere Mitarbeitenden immer wieder aktualisiertes Wissen aufnehmen können und daran arbeiten können, mit wichtigen Impulsen in ihrem täglichen beruflichen Umfeld tätig zu sein.
Sportschule Hennef: Welche Bedeutung hat der Intensivpflegetag für die berufliche Weiterentwicklung Ihrer Mitarbeitenden?
Miesen: Für Pflegekräfte ist es wichtig, dass man sich weiterentwickelt. Ein Stehenbleiben heißt auch immer Motivationsverlust am Ende des Tages. Wichtig ist, dass wir die Mitarbeitenden neugierig halten auf die Themen, die sie in ihrer täglichen Arbeitswelt beschäftigen, weiterbringen und unsere Patientinnen und Patienten auch in ein sicheres Versorgungsfeld führen. Wichtig ist auch, dass diese Motivation gefördert wird. Die Teilnahme an solchen Fortbildungsformaten fördert die Motivation unserer Mitarbeitenden. Und ganz wichtig ist, ergänzend zu erwähnen, dass wir bei solchen Fortbildungsmöglichkeiten immer auch die Chance haben, dass sich Kolleginnen und Kollegen miteinander vernetzen, in den Austausch gehen, kollegiale Gespräche führen und darüber auch ein gemeinsames Lernen entstehen kann.
Sportschule Hennef: Warum haben Sie sich erneut für die Sportschule Hennef als Veranstaltungsort entschieden?
Miesen: In der Sportschule Hennef sind wir seit dem ersten GFO-Intensivpflegetag und jetzt zum elften Mal tatsächlich hier - jedes Mal immer wieder gern. Warum? Weil wir hier wirklich herzlich in Empfang genommen werden und das gesamte Team der Sportschule sehr engagiert und hochmotiviert ist und damit wichtig dazu beiträgt, dass unsere Veranstaltung hier auch gelingen kann. Gleichzeitig erleben wir die Sportschule auch in einer technisch sehr guten Ausstattung, die einfach für unser Format, für die Instrumente, die wir brauchen, um unsere Fachtagung hier durchzuführen, absolut geeignet ist und uns entgegenkommt.
Sportschule Hennef: Welche Vorteile bietet die Sportschule Hennef?
Miesen: Die Sportschule Hennef bietet für uns große Vorteile im Bereich der Infrastruktur. Sie ist gut erreichbar, sei es mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch mit dem Auto. Zweitens haben wir mit dem angrenzenden Tagungshotel die Möglichkeit, dass unsere Referierenden, aber auch unsere Teilnehmenden in dem Hotel übernachten können und sich somit eine Anfahrt an dem Tag ersparen und morgens frisch an der Fachtagung teilnehmen können. Und wir haben hier immer die passenden Räumlichkeiten, so ausgestattet, wie wir sie für unsere Veranstaltung, für unsere Workshops und für unsere begleitende Industrieausstellung brauchen. Schlussendlich sind alle Räumlichkeiten, die wir für unsere Veranstaltung brauchen, hier vor Ort.



