Am 7. und 8. November fand in der Sportschule Hennef erstmals der FVM-Trainerkongress statt. Kurz nach der Ausschreibung zeigte sich, wie groß das Interesse war: Bereits am ersten Tag meldeten sich so viele B- und C-Lizenztrainer*innen sowie weitere Interessierte an, dass eine Warteliste eingerichtet werden musste. Das vielfältige Format mit hochkarätigen DFB-Referenten wie U 20-Nationaltrainer Hannes Wolf und dem ehemaligen FIFA-Schiedsrichter Edgar Steinborn, einem breiten Angebot an Workshops und Vorträgen sowie zahlreichen Möglichkeiten zum fachlichen Austausch stieß auf große Resonanz.
80 Teilnehmer*innen waren mit Tatendrang und Neugierde dabei
Rund 80 Teilnehmer*innen durfte Sandra Fritz, Geschäftsführerin des Fußball-Verbandes Mittelrhein, in der Aula der Sportschule Hennef begrüßen. „Und man hat von Beginn an gespürt, mit wie viel Neugierde, Lust und Tatendrang die Coaches gekommen waren“, so die Geschäftsführerin. „Wir sind nie fertig. Wir sind immer auf der Suche – nach neuen Ideen, besseren Lösungen, anderen Perspektiven“, rief sie den Trainer*innen zu. Möglich machte dies das vielfältige Programm. Dazu trugen auch Expert*innen aus dem DFB, den Nachwuchsleistungszentren, der Deutschen Sporthochschule Köln sowie der Robert-Enke-Stiftung, deren Fokus auf der mentalen Gesundheit im Fußball liegt, bei.
Für Letztere war Ronald Reng, Journalist und Autor, gekommen. Sein Gespräch mit dem zugeschalteten langjährigen Bundesliga-Profi Martin Amedick packte die Zuhörer*innen sichtlich, denn der Ex-Profi berichtete über sein Leben mit der Krankheit Depression. „Seine Schilderungen haben die Teilnehmenden berührt und sie für diese Erkrankungen sensibilisiert“, ist FVM-Präsidiumsmitglied Sebastian Knauth überzeugt. Er war als Vorsitzender der Kommission Qualifizierung intensiv in die Vorbereitung des Trainerkongresses involviert.

Gemeinsame Workshop-Phasen in der Aula standen für die Trainer*innen auf der Agenda.
Angebote für Trainer*innen aus vielen Bereichen
Ohnehin sei der Spagat gut gelungen, sowohl für breiten- als auch für leistungssportorientierte Trainer*innen Input bereitzustellen – auch weil gemeinsame Einheiten auf den Platzanlagen der Sportschule sich mit individuell wählbaren Workshop-Themen abwechselten. „Ich bin davon überzeugt, dass für alle etwas dabei war. Das haben auch die äußerst positiven Reaktionen zum Abschluss gezeigt. Alle waren zufrieden mit Referenten und Workshops“, so Knauth.
Einen bleibenden Eindruck hinterließ auch der einstige Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichter Edgar Steinborn. Der 68-Jährige erläuterte die Regelkunde und die Arbeit des Videoassistenten (VAR). Steinborn griff dabei auf Videosequenzen zurück und ermöglichte den Trainern einen spannenden Perspektivwechsel. Er ermunterte zu gegenseitigem Verständnis, schließlich verfolgten alle das gemeinsame Ziel einen fairen Wettstreit zu erreichen.

Die Praxiseinheiten fanden auf Platz 3 der Sportschule Hennef statt.
Hannes Wolf: Sportschule Hennef versprüht tolle Energie
Impulse zur Trainingsphilosophie und Anregungen für die Arbeit auf dem Platz gab Hannes Wolf, U 20-Nationaltrainer und Sportdirektor für Nachwuchs, Training und Entwicklung des DFB. Sein Credo lautet: Viele Spieler in kleinen Gruppen auf mehreren Feldern Übungen absolvieren zu lassen, eine „hohe Aktionsdichte pro Spieler zu schaffen und Vollgas zu geben, um Fußball ganzheitlich und hochdosiert zu erleben“. Den Austausch auf dem Trainerkongress empfand er als sehr wertvoll. „Wenn engagierte Leute zusammenkommen, Gas geben und über Fußball zu sprechen, ist das extrem kostbar. Dann komme ich gerne dazu“, betonte er. Außerdem sei die Sportschule Hennef ein besonderer Ort. „Das Essen, die Natur und Vereine drumherum, machen sie aus. Und man spürt eine tolle Energie hier. Das ist großartig“, so Wolf.
Nico Werner als Coach beim FC Hennef 05 einer der Teilnehmer war ebenfalls angetan. „Der Trainerkongress war eine super Sache. Es gab gute Inhalte für die ganze Breite an Trainerprofilen. Man nimmt Impulse mit, die man umsetzen kann“, erklärte er. Damit wurde die Ambition des FVM mit Leben gefüllt, Menschen zu stärken, sie weiterentwickeln und ihnen Werkzeuge an die Hand geben, um ihre Aufgaben im Fußball bestmöglich zu erfüllen.



